14. Der Tag ist da!


Der Tag ist gekommen! Heute hat Fey offiziell Geburtstag!

Ihr Lieben!


Heute hat Fey endlich offiziell Geburtstag und heute möchte ich euch gerne noch ein wenig etwas zur Geschichte meines Debüts erzählen. Und zu mir.
Ich schreibe seit dreizehn Jahren kontinuierlich Bücher. Fey war dabei nicht mein erstes Buch, doch eines der Ersten. Damals noch sehr jugendlich gehalten, hatte ich das Ende zwar geplant, aber nie geschrieben.
Irgendwann musste ich Fey aber neu anfangen. Es fühlte sich richtig an, aber erneut kam es wieder in die Versenkung und mir fehlte die Motivation. Wozu, fragte ich mich, sollte ich auch Mühe reinstecken? Kurze Projekte mit Roberta zusammen erschienen als das Wahre, denn niemand las das andere Zeug.
So siechte Fey vergessen vor sich hin, bis ich einen Entschluss packte. Ironischerweise war es einmal mehr die Depression, die mich dazu brachte, meine Laune an den Hörnern zu packen und mit ihr zu rangeln. Ich wollte meinen Lebenstraum vom eigenen Buch endlich erfüllen.
Aber wie? Selbstverlag oder doch ein traditioneller Verlag? Was davon sollte ich anstreben? Beides besaß Vor- und Nachteile und schlussendlich, nach langer Recherche, entschloss ich mich dann doch von der einen auf die andere Sekunde. Wo vorher nur Zweifel waren, war mit einer Sekunde die Klarheit da. Selbstverlag, wie hatte ich etwas anderes erst einmal anstreben wollen? Sicher, die Zweifel kamen in dem ganzen Prozess hier und dort mal wieder und ich strebe langfristig auch eher die Existenz als Hybridautorin an, aber dennoch: Der Entschluss stand.
Und dann kam die eine Frage.


Manche von euch wissen, dass die unglaubliche Altmanns-Art mein Cover gemacht hat. Und dass es sich dabei um die Mutter von Roberta handelt. Und weil ich wusste, wie talentiert Altmanns-Art ist und weil ich mit all meinen Ängsten Probleme damit habe, den Mund aufzumachen und ich mich auf die Art sicherer fühlte, Änderungsvorschläge anzubringen (und, weil ich dieser Frau vertraut habe (zu recht)), fragte ich Roberta, die damals bei ihrer Mutter war: Würde deine Mutter mir ein Cover machen und wenn ja, wie viel würde mich das kosten?
Roberta hatte erst eine etwas verhaltene Antwort gegeben, die meinen Mut damals beinahe wieder zum erlischen gebracht hatte. Ihre Mutter ist eigentlich keine Coverdesignerin (das wusste ich ja) und demnach hörte ich nur ein „ich kann sie ja mal fragen …“.
Mein Mut hat sich aber gelohnt, denn meine Bitte wurde erhört und ich habe eines der schönsten Cover bekommen (mal ehrlich, ganz parteiisch finde ich, ist es DAS SCHÖNSTE COVER DER GANZEN WELT!!!), die ich jemals gesehen habe. Die Zusammenarbeit lief reibungslos, nachdem jeder sich an die Situation gewöhnt hatte.
Altmanns-Art lobte meinen Vorstellungsbogen für Fey und die Beispiele und Vorstellungen, die ich von Anfang an reingebracht hatte.
Sie selber steuerte wundervolle Ideen bei und man merkte ganz eindeutig, dass sie vierzig Jahre Berufserfahrung hat.
Aber auch Roberta hat hier und da etwas eingeworfen und zu dritt haben wir dieses Cover erstellt. Schlicht, aber schön. So wie ich es wollte. Außerdem kümmerte sich Frau Altmann auch noch um meinen Header und Lesezeichen, erbot noch weitere Dienstleistungen und kümmert sich liebe- und hingebungsvoll um unsere Bambusblattsachen. Auch da läuft es sehr geschmiert : -D und ich wünschte, ich könnte euch den ein oder anderen Entwurf schon zeigen!


Erwähnen muss und will ich auch erneut meine Familie. Vieles davon ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, aber ich habe noch keine Eltern gesehen, die so geduldig und liebevoll sind. Viele waren (sehr traurigerweise) neidisch auf meine Eltern.
Diese beiden haben jetzt nicht einmal, dank der Post, ihr Exemplar von Fey bekommen und das macht mich so unglaublich wütend!
Mama und Papa, ich liebe euch absolut und ich sage euch, was in eurem Exemplar stand, das ihr hoffentlich irgendwann doch in den Händen halten werdet: Ohne euch gebe es Fey nicht, also seid stolz auf euch, denn das könnt ihr sein. Ihr habt mich zu dem Menschen geformt, der ich bin, und ihr habt mit mir zusammen immer dagegen gekämpft, dass die Depression, die Schmerzen und die Angstzustände mich weiter einstampfen und ich verliere, wer ich bin. Fey gebührt auch euch. Ich liebe euch.

Auch meine Schwester möchte ich an dieser Stelle drücken. Ini, wir waren uns längst nicht immer einig und zwei Sturköpfe mit dreizehn Jahren Altersunterschied sind garantiert nicht nur für die Eltern eine Herausforderung. Aber du hast mich ebenfalls geformt und miterzogen und die meiste Zeit meines Lebens vermisse ich dich, weil du natürlich damals schon mit 18 in die Welt hinausgesprungen bist, um zu studieren und dir selbst ein Leben aufzubauen. Auch dich liebe ich! Dich und deine drei wundervollen Söhne.

Und einen besonderen Dank richte ich an meine Oma Bestgen, die das hier vermutlich niemals lesen wird. Danke Oma, dass du mir das Licht der Geschichten geschenkt und dass du an Fey und mich geglaubt hast!

Auch ein dickes Danke geht an meine beste Freundin raus, die mal nicht Roberta ist. Wir kennen uns jetzt seit dreizehn Jahren. Du warst es, die mir den Mut gegeben hat, trotz allem wieder zu schreiben. Du hast die erste Version von Fey damals Schritt für Schritt begleitet und du warst die Haupttestleserin! Danke! Was hat das Leben sich seit der ersten Version doch geändert. Fühl dich gedrückt, ich liebe dich!

Meine andere beste Freundin klatsche ich euch eh immer um die Ohren und auch jetzt nehme ich davon keinen Abstand. Denn ohne Roberta wäre viel nicht möglich gewesen.
Sie ist nach wie vor, und da kann man sagen, was man will, mein Schutzengel. Als die Schmerzen und die Angst überhandnahmen, hat sie mich wieder aus dem Haus gelockt.
Sie hat mir meinen Mut gegeben und kämpft mit mir zusammen, jetzt in der WG sogar Tag für Tag, gegen mich selbst (und wow bin ich anstrengend, ehrlich, diese Frau ist ein Engel!).
Sie hat Fey in seine Form gebracht, ihr Studium genutzt, um es zu lektorieren, und das Korrektorat hat sie auch übernommen. Und was wollte sie dafür haben? Nichts. Was hat sie dafür bekommen? Noch nicht alles, was ich ihr geben wollte, aber auf jeden Fall viel Liebe und einige Überraschungen. Und ach ja: Wenn die Pandemie endlich mal vorbei ist, dann gibt es noch eine WaffWaff (der Name ist ein Insider von uns) im Waffelhaus!

Erwähnen muss ich natürlich auch meine Lächelmagierin und Buchhändlerin. Eine wundervolle Frau oder, wie wir sie lieber nennen: Ein Flummi der guten Laune. Ein Flummi, der immer herum hüpft und versucht, gute Laune zu verbreiten. Oft gelingt es ihr. Danke dir auch, mein kleiner Wirbelsturm.


Und jetzt kommt die Geschichte, wieso Fey heute erscheinen sollte (und es meiner Meinung nach auch tut):

Heute ist der zweite Geburtstag meines Lieblingsgames – Red Dead Redemption 2 – und ich wollte und musste, dass Fey sich diesen Geburtstag teilen konnte. Warum? Viele zeigen dafür kein Verständnis und das kann ich gut nachvollziehen. Viele haben übrigens brav gewartet, dass der 26. kommt, andere haben leider erst später oder gar nicht verstanden, dass mir der Tag was bedeutet UND dass ich natürlich auch auf diesen Tag hier hingearbeitet habe. Dadurch, dass Fey jetzt am 05. rauskam, haben einige Pläne nicht funktioniert.
Aber wieso war es mir so wichtig, dass Spiel und Buch sich Geburtstag teilen?
Die Idee kam spontan an Silvester, als ich bei meinen Eltern saß (ja, da konnte man seine Eltern noch besuchen!). Red Dead bedeutet mir sehr viel. Ich verbinde mit Dingen wie Musik, Bücher, Serien, Games und Filmen immer eine Emotion. RD2 haben Roberta und ich sehr intensiv gespielt und ich verbinde es mit Emotionen wie: Glück / glücklich sein, Ausdauer, Geduld und damit, Erfahrung zu sammeln. Es war das erste (und bisher einzige) Spiel, das wir auf Platin gebracht haben. Nicht einfach nur, weil es „cool“ ist. Die Stimme von Arthur Morgan zum Beispiel beruhigt mich so sehr, dass Roberta mir zu Ostern das Hörbuch vom Sprecher gekauft hat.
Ich kann nicht einmal genau beschreiben, WIE glücklich RD2 mich macht. Ich merke, wann immer ich einen Panikanfall bekomme oder ich gestresst oder ängstlich bin, will ich das Spiel anmachen und einfach durch die Gegend reiten. Oder mich darüber unterhalten. Es ist wie ein Kanal, ähnlich dem Schreiben (nur vergesse ich mich beim Schreiben irgendwann selbst und das tut gut, aber bei RD2 mache ich das nicht). Es ist für mich aber auch eine Kraftquelle, weil wir es geschafft haben, das Game, aller Widrigkeiten zum Trotz, auf Platin zu bringen. Wir haben eine enorme Ausdauer dabei gelernt.
Danke also auch an RD2, auch, wenn das vielleicht bis auf mich niemand verstehen wird. Ich danke dir, dass du deinen Geburtstag mit meinem Debüt teilst und ich danke dir, dass du eine Zuflucht bist, wann immer ich nicht in meinen Gedanken stecken will und zu aufgebracht zum Schreiben bin.


So, an alle, die jetzt den ganzen Blogbeitrag gelesen haben: Wenn ihr noch mehr lesen wollt, Fey ist jetzt auch von meiner Seite aus bereit, in eure Heime einzuziehen und eure Köpfe zu entführen : -)

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