21. Interview mit der Lektorin von Fey und Lesung


Ja, es ist immer noch still um mich. Zumindest auf den ganzen Websites. Tatsächlich haben Roberta und ich den Blog ein wenig zurückgeschraubt, weil wir einfach mehr Autoren als Blogger sind und der Blog ansonsten unsere gesamte Zeit gefressen hat. Wir haben immer noch Spaß daran und werden den Blog nicht aufgeben, aber es hat sich auch einfach nicht wirklich gelohnt, so viel Zeit zu investieren.
Natürlich bleibt da auch leider das hier alles auf der Strecke. Ich gebe mir wirklich Mühe, aber na ja … Was ich euch auf jeden Fall erzählen kann, ist, dass es am Mittwoch, den 20. Oktober 2021, eine Lesung zu Fey geben wird. Weitere Informationen hierzu folgen noch!

Warum gibt es eine Lesung? Weil Fey bald Geburtstag feiert. Am 26. Oktober ist es soweit und die kleine Fey kann euch seit einem Jahr begeistern. Der zweite Teil ist übrigens schon mitten im Lektorat und kommt bald zu den Testlesern (also die Lektorin hat auf jeden Fall schon mal Spaß und das beruhigt mich sehr). Apropos Lektorin: Für die lüfte ich heute mal den Vorhang, denn Roberta hat anlässlich des Geburstages ein Interview ausgefüllt. Spannend? Finde ich auch. Dann viel Spaß.


Interview mit der Lektorin von Fey – „Mehr Rion!“

Frage 1: Du warst zwar nicht die allererste Person, die Fey gelesen hat, wohl aber die Erste, die die Neuauflage kannte. Du hast, ohne allzu viel vom Original zu kennen, diesen Prozess verfolgt. Wie war das alles für dich? Vor allem hast du dementsprechend zwar studiert, es war ja aber dein erstes Lektorat.

Da es mein erstes und bisher (abgesehen von den Anfängen von Band 2, während ich die Fragen beantworte) ja auch einziges Lektorat war, muss ich zugeben, dass ich es sehr schwierig fand. Es hat schon Spaß gemacht, aber ich habe mir auch die ganze Zeit den Kopf darüber zerbrochen, ob ich das überhaupt ordentlich mache. Da steckt so viel Verantwortung hinter, gerade auch bei einem Debütroman, finde ich.
Im Studium Literatur als Hauptschwerpunkt und verschiedene Schreibkurse gehabt zu haben, hat da natürlich geholfen. Auch, sich ein bisschen kompetenter zu fühlen, als das ansonsten bei mir vielleicht der Fall gewesen wäre. Ich habe im Studium und auch außerhalb mit Kommilitonen viel über Texte gesprochen. Es dann aber im Lektorat umzusetzen, ist, glaube ich, noch einmal etwas ganz anderes. Ich hoffe einfach seitdem, dass ich das einigermaßen hinbekommen habe.

Frage 2: Die Autorin, also ich, liebe Leser, hat mit Fey nicht nur zum ersten Mal den Weg der Veröffentlichung auf diese Weise bestritten, sie hat mit dem Werk auch ihre Depression verarbeitet. Da kam es, gerade bei der Korrektur, oft zu Angstanfällen und Sorgesausbrüchen. Denkst du, und wenn ja, inwieweit, hat dies das Lektorat für dich beeinflusst? Also, du sagtest ja selbst schon, dass es dennoch ein ehrliches Lektorat gewesen sei.

Ich denke schon, dass das alles mein Lektorat beeinflusst hat. Ja, es war ein ehrliches Lektorat und nicht angemerkte Dinge liegen eher an meiner Unerfahrenheit zu diesem Zeitpunkt, aber man achtet natürlich auch noch mehr darauf, wie man seine Anmerkungen ausdrückt. Ich war noch sehr unsicher, was so ein Lektorat angeht, und glaube, dass ich das bei »Jeremiah« schon professioneller mache.

Frage 3: Wer und warum ist dein Lieblingsprotagonist? Hat sich dies im Laufe der Zeit geändert? Warum?

Bei dem bisschen, das ich von der ursprünglichen Fassung kannte, war Jeremiah mein Liebling. Ich könnte jetzt gar nicht mehr genau sagen, warum. Das ist so lange her.
Inzwischen ist es Fey. Ich mag sie einfach total gerne. Schon am Anfang, weil ich sie mit ihrer Geschichte sehr interessant finde, aber auch weil sie so niedlich ist. Im Blick auf das ganze Buch kommt noch ein wichtiger Punkt dazu: Sie macht die größte und beeindruckendste Charakterentwicklung der drei Protagonisten durch.

Frage 4: „Mehr Rion!“, das steht ja bereits in der Überschrift. Aber welcher Nebencharakter, außer Rion!, war dein Favorit und warum?

Mehr Rion! Immer! Wen ich von den Nebencharakteren ansonsten am liebsten mag? Ich glaube, Trude. Zum einen finde ich ihren Namen großartig und zum anderen ist sie so eine schrullige alte Dame, die aber einiges auf dem Kasten hat.

Frage 5: Was hat es mit deiner Rion-Obsession auf sich?

So viel Rion in diesem Interview. Das finde ich gut! Nein, ehrlich, Rion trifft einfach genau meinen Geschmack an Nebencharakter. Davon ab, dass ich weiß, nach welchen Personen und Figuren er modelliert ist und ich diese alle schon sehr liebe. Rion ist einfach super sympathisch und bringt gegen Ende noch einmal ganz frischen Wind rein.

Frage 6: Was denkst du über Liaz?

Bei Liaz kann ich mich nie entscheiden, was ich von ihr halten soll. Ich kenne ja ein bisschen ihre Hintergründe und ich weiß nicht, ob das die Entscheidung schwieriger oder einfacher macht. Man weiß offiziell ja noch nicht so viel über sie, aber ich denke, ein wenig kann ich Liaz verstehen. Es gibt da allerdings eine Szene in »Fey«, die ich ihr nicht ganz verzeihen kann.

Frage 7: Vor dem Lektorat kanntest du ja nur erzählte Bruchstücke vom Buch. War es spannend, zu sehen, wie dann alles zusammengehörte?

Das war auf jeden Fall spannend, wenn auch manchmal ein wenig verwirrend, weil einiges natürlich plötzlich ganz anders war.

Frage 8: Mal ehrlich, was hättest du noch geändert?

Ich weiß nicht, ob es etwas gibt, das ich noch geändert hätte.

Frage 9: Du liest ja nun Band 2, und kennst dieses Mal so gut wie gar nichts von der Geschichte, was ist dir beim Lektorat lieber? Und was wünschst du dir für Band 2 und 3?

Mir ist es auf jeden Fall lieber, vorher noch gar nichts zu kennen. Dann lässt man sich nicht so leicht von dem ablenken, was da noch kommen wird, sondern kann besser beurteilen, ob es für den Leser jetzt an dieser Stelle vielleicht gerade verwirrend ist. Ob er mehr oder weniger Informationen braucht und all so etwas.
Was ich mir von Band 2 und 3 wünsche? Das kann ich jetzt nicht sagen, ohne zu spoilern. Außer: MEHR RION!

Frage 10: Möglichst spoilerfrei: Du und das Ende von Fey … Wie fandest du es?

Das Ende von »Fey« … Ich hätte es mir beim ersten Lesen vielleicht ein bisschen anders gewünscht, wir haben uns ja darüber unterhalten. Aber im Grunde liebe ich es. Ich kann leider nicht viel dazu sagen, ohne zu spoilern, weil … Lest es selbst, dann kann ich etwas dazu sagen! 😀

Frage 11: Was möchtest du abschließend sagen?

Ich fühle mich sehr geehrt, das Lektorat von »Fey« gemacht haben zu dürfen – ebenso wie natürlich auch das Lektorat von »Jeremiah«. Das mir im Übrigen noch etwas mehr Spaß macht als das Erste. Nicht weil ich »Fey« nicht lieben würde, sondern einfach weil ich mehr Erfahrung habe. Dank »Fey« und der Arbeit am gemeinsamen Buch »Die Fehde der Gezeiten«. Band 3 macht dann vermutlich noch mehr Spaß.


Danke für diese Worte, Roberta!
Für mich war es eine Ehre, dass du dich Fey so angenommen hast und ein wirklich tolles Buch aus meinem Manuskript gezaubert hast. Auf mehr als eine Weise.

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