350. Geburtstag und immer noch knackig!

Heute gibt es einen Liebesbrief an unseren Piratencaptain David Callahan!


Jamaika am 27. Juli des Jahres 1672.
Der Himmel ist finster, der Neumond ist gerade erst wenige Tage her. Ein menschlicher Farmer und seine Sirenenfrau mussten vor Kurzem ins Landesinnere fliehen, da es Sklavenunruhen gab und die Weißen es auf die Farbigen abgesehen haben. Jouna gehört zu ihnen, auch wenn sie kein Mensch ist. Sie ist hochschwanger und darf eigentlich nicht vom Meer fort, aber es ist ihre einzige Hoffnung.
Eine Hoffnung, die sich als unergründet herausstellt.
Jouna bringt zwar ihre beiden Söhne zur Welt, bezahlt aber nicht nur mit ihrem eigenen Leben. Ihr ältester Sohn, Richard, folgt ihr ins Grab und übrig bleibt ein verzweifelter Ehemann mit einem Halbsirenenkind, das sofort anfängt zu weinen, sobald er oder die Großeltern es nicht mehr auf dem Arm halten.

Dieses Kind ist David Callahan, benannt nach seinem Vater David Richard Callahan. Die nächsten Jahre werden hart und formend, bis am Ende jener Captain dabei herauskommt, den ihr am Anfang von „Die Fehde der Gezeiten“ kennenlernt.


Dieser Tag ist heute nun 350 Jahre her. Und was sollen wir sagen? David hat uns zu vielem angetrieben, vor allem dazu, immer wieder unser Bestes zu geben.
Unsere erste Veröffentlichung wurde, durch ein paar Umstände, der erste Band der „Above All Else“ Reihe, damals noch ausschließlich als eBook. Wir haben sogar angefragt, ob wir die Bilder der Tres Hombres als Coverbild nutzen dürfen und bekamen eine positive Antwort. Wir haben die Rechte für ein Bild also vom Fotografen gekauft und das eBook könnt ihr sogar immer noch erwerben oder kostenfrei bei uns bekommen.
Was haben wir damals schon alles gelernt! Während dieser Zeit steckte ich mitten im Stress, um Fey herauszubringen. Das Buch, das es eigentlich als allererstes von mir geben sollte, und mittlerweile fällt das eBook auch mal gerne hintenüber.
Aber was niemals in Vergessenheit geraten wird, das ist der Sammelband von David und Gabriel. „Die Fehde der Gezeiten„, das genau am 03. September erschien, dem Geburtstag unserer Lächelmagierin (Marketing und beste Freundin). Der Sammelband hat die ersten beiden von insgesamt 6 geplanten Bänden in sich vereint.


Oh David, wie schreibt man einen Liebesbrief an einen solch speziellen Charakter? Einmal durftest du ja schon selbst zu Wort kommen, als wir ein kleines Interview mit dir durchgeführt haben. Aber du bist mehr als nur einer der Protagonisten unserer Piratenreihe.
Du bist der Antrieb, stets zu neuen Ufern kommen zu wollen. Wie hast du uns motiviert und geärgert, aber stetig unseren Sturkopf gereizt, bis wir nicht mehr anders konnten, als uns in den Sog deiner Sirenenmagie zu begeben und endlich dieses Buch fertig zu machen. Es zu setzen und anzupreisen.
Du bist ein spezieller Charakter, denn dein Charisma sorgt nicht nur dafür, dass die Leser dich lieben, sondern auch deine Autoren stetig aufs Neue an dir kleben bleiben und deinem Charme verfallen. Du bist nicht nur einfach ein Pirat, für uns bist du ein Anti-Bösewicht. Eigentlich nicht sympathisch, eigentlich kein Held oder Anti-Held, doch auch kein Bösewicht oder Antagonist. Du bist mehr. Du bist unser Anti-Bösewicht und leider doch irgendwie sympathisch auf deine unsympathische Art und Weise.

Blickt man in deine grünen Augen, sieht man mehr als einen Piraten. Man sieht die Unendlichkeit des Meeres und die Sehnsucht nach Wind und Wellen, nach einer Welt, die besser ist, und gleichzeitig nach einer, die dir gehören sollte. Man sieht einen Mann, der sich nie ganz sicher ist, ob er der Bösewicht sein will oder doch der Held sein möchte.
Man sieht die Ungerechtigkeit der Welt, aber nicht, weil du der Böse wärst, sondern weil diese dich so geformt hat. Man sieht alles, was du verloren hast, und was du deinem Herzen nicht zugestehst, dass es vermisst wird und werden kann. Keine Schwäche, kein Zurückweichen. Denn du hast gesehen, was mit jenen geschieht, die schwach sind oder nachgeben.

Dein Mut und deine Durchtriebenheit sind unglaublich. Manchmal scheint es, als sei alles in deinem Leben geplant, und manchmal wirkt es, als könntest du einfach nur sehr schnell alles drehen und wenden, wie du willst. Oder als sei das Glück nur für dich gepachtet. Doch wir wissen, es ist eine Mischung aus allem und eigentlich hast du Angst davor, dass du es irgendwann nicht mehr schaffen kannst. Angst davor genauso wie vor diesen Gedanken an sich.

Mit deinem Charme verzauberst du die Leser und hast vielen das gegeben, das sie seit so langer Zeit suchen. „Einen guten Piratenroman“. Wir haben dieses Lob bereits so oft gehört und gelesen und dieses Lob geht zu großen Teilen an dich. Gabriel ist kein Pirat und manchmal scheint es, als würdest du die Leser mit in deine Welt ziehen, so wie manche Sirenen es mit unschuldigen Seefahrern machen.
Du bist ihr Captain und ihr Liebling.
Wie oft wir hören, dass Leser keinen Sinn für Piraten haben, aber wenn sie sich doch einmal trauen, mit dir auf Beutezug zu gehen, dann ändern sie schnell ihre Meinung.

Du inspirierst die Menschen. Uns zu den Büchern, aber auch Leser zu Rezensionen (Beispiel), Buchfarbschnitten, Liedern, Zeichnungen und auch zu einem Tattoo. David, jemand trägt deine Flagge auf der Haut und deinen Charakter im Herzen.
All die wundervollen Menschen und ihre Worte aufzuzählen ist unmöglich, doch es sind unsere Sirenenschätze, die wir hüten und bewahren. Das ist dein Verdienst. Mit deiner Gier nach Edelsteinen hast du auch unsere Schatzkammern gefüllt. Und das mit einem Buch (und zwei Bänden). Es folgen noch mehr und wir sind so gespannt auf die nächsten Jahre.

Kind des Sturmes und des Meeres, wir wissen, woher dein Blut stammt, auch wenn wir das noch nicht allen verraten können. Aber lass dir gesagt sein, dass du uns immer förderst und forderst und wir dir eigentlich für jedes bisschen dankbar sind, gleich wie sehr wir motzen. Denn du hast uns auf jeden Fall zu besseren Autoren gemacht.
Wir danken dir, dass du unser Charakter bist und so viel für uns getan hast.

22. Ein feyiges Geburtstagsgeschenk

Ein feyiges Geburtstagsgeschenk – oder warum ich meine Freunde lieben muss!

Sind wir ehrlich, ich werde mich jetzt nicht schon wieder dafür entschuligen, dass lange Zeit nichts kam. Es ist, wie es ist. Den Spruch bringe ich in letzter Zeit öfter. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich mich um nichts mehr kümmere und alles um mich herum verlottert. Aber vieles kann ich nicht ändern und ich habe gelernt, mit mir geduldiger zu sein (bis ich das ganz schaffe, ist es noch eine Reise, allerdings nicht das heutige Thema).

Von der Fey-Thalia.de Seite

Am Montag, den 20., habe ich meinen 30. Geburtstag gefeiert. Das Alter stört mich nicht, ich liebe es nur, auf abstrakte Art daran zu denken. Umso trauriger, dass immer mehr Leute meinen, ihre Angst vor dem Altern auf mich umwalzen zu müssen (ehrlich, heutzutage soll man bei allem auf seine Worte achten und viele liebe Internetmenschen, die genau daran denken, so etwas zu machen, kommen dann an und reden mir eine gewisse Unsicherheit ein). Probleme werde ich mit der 40 haben, aber nicht wegen des Alters, sondern da ich die 4 einfach nicht mag. Mit der 50 und der 60 sehe ich genauso wenig ein Problem wie mit der 30 (die 3 ist meine Lieblingszahl).

Ich habe wundervolle Freunde, das wusste ich schon immer. Gerade Roberta hat mir auch oft einen unglaublichen Geburtstag nach dem anderen beschert oder mir Geschenke überreicht, bei denen ich bis heute nicht weiß, was genau ich dazu sagen soll. Ich liebe sie alle! So lud sie mich zum Beispiel an meinem 24. Gebutstag auf ein Konzert ein, das eigentlich mein Allererstes werden sollte (Sixx:A.M. in Hamburg). Kurz vorher hatte sich aber noch AC/DC dazwischengeschoben 😀 Dafür durfte Roberta an diesem Tag ihrem Lieblingsmusiker – Nikki Sixx – die Hand geben. Der wird das nicht mehr wissen, doch für Roberta wurde damit ein Traum wahr. Ich habe dafür aus Versehen den Bart von dem Drängler vor mir gestreift. Da war nichts mit Hand geben. Es ist, wie es ist, aye?


Aber dieser Geburtstag setzt dem bislang Coolsten einfach noch eine Krone auf!
Ich bin eigentlich bei vielen Dingen sehr sachlich und wenig kitischig, aber ein paar Dinge gab es immer, die ich mir gewünscht habe, und darunter zählte stets eine Überraschungsparty. Vielleicht, weil ich auch echt viele traurige Geburtstage in meinem Leben hatte (so zum Beispiel der 7., als mein gesamter Freundeskreis sich verabredet hatte, einfach nicht aufzutauchen). Von Freunden wurde ich früher oft enttäuscht. Dafür habe ich nun einen Freundeskreis, der einfach unglaublich ist!
Roberta hat mir eine Geburtstagsparty organisiert. Natürlich nicht nur sie, aber ich nenne sie, da ich es einigermaßen in eine Reihenfolge bringen will. Sie hat es also angeleiert und mich am letzten Samstag ins Museum eingeladen (da wollte ich immer hin, aber Corona war eine Bitch). Ich liebe Museen. Schon als Kind haben sie ein Kribbeln und pure Euphorie in mir losgetreten und ich war auch am Samstag, trotz Hitze, glücklich und ich hätte mich dort Stunden einigeln können.
Dennoch war es sehr warm und anstrengend und als Roberta mich schlussendlich irgendwie aus den Räumen gepflückt hatte, lagen meine Gedanken primär auf zwei Dingen: Dusche und ein Eiskakao zur Abkühlung.

Daraus wurde dann aber erstmal nichts. Zuhause begrüßten mich Luftschlangen an der Tür, Snacks auf dem Tisch und die Lächelmagierin und der Held, die aus dem Schlafzimmer hervorsprangen und sangen. Dabei wurde „Happy Birthday to you“ umgedichtet in „Happy Birthday to Ju“. Was macht man gleich mit den Armen, wenn andere für einen singen? Das Rätsel wird wohl niemand je lösen. Allerdings kann ich euch sagen, was ich danach mit meinen Armen gemacht habe: Ich habe meine Freunde geknuddelt!
Und dann wurde ich quasi auch schon mit sanfter Waffengewalt dazu gebracht, das Geschenk auszupacken (ich sage euch unten, was es gab). Während ich mir das Geschenk noch angeschaut habe, klingelte es auf einmal.
Alle „rätselten“, ob man etwas bestellt hätte oder wer da so unverschämt wäre, aber alle außer mir wussten es eigentlich auch besser. Es war meine andere beste Freundin! Meine Haupttestleserin, meine ABZ (Insiderabkürzung), die Person, warum ich schreibe … Die Person, mit der ich jetzt über die Hälfte meines Lebens befreundet bin.
Das war unglaublich toll und irgendwie schwindelt es mich immer noch, wenn ich daran denke. Ich habe mich mega gefreut, aber so richtig konnte mein Kopf das da nicht verarbeiten und vermutlich sah ich aus, als wäre mir gerade das komplette Dach auf die Omme geklatscht. Vermutlich sah ich so den ganzen Abend aus.
Vor allem, da es kurz darauf nochmals klingelte und dann einfach Dschiises (sein Spitzname) da war. Der Mann ist unglaublich. Er kennt halb Deutschland und gurkt für jede kleine Feier durchs Land.
Zwei weitere eingeladene Gäste konnten aus zwei verschiedenen Gründen nicht kommen, aber natürlich bin ich nicht böse. Sie wären gekommen, hätte es gepasst.

Während mir meine ABZ einen Kranz geschenkt hat (so einen gab es, ganz ostfriesische Kultur, auch zum 20. Geburtstag und den habe ich auch noch), gab es von Dschiises einen Thalia-Gutschein und ein Steamgame! Von den anderen dreien gab es die Feier, der Held hat gekocht (Bruschetta und Carbonara) und eben noch ein Geschenk, das ich unten erwähne und an dem sie Wochen gearbeitet haben.
Denn vorher möchte ich zumindest bündig die Party beschreiben. Die Zeit verflog, dabei saßen wir „nur“ da, haben geredet, superviel gelacht und einen Abendspaziergang gemacht. Dabei haben wir noch von einer Silent Party coole Lichter bekommen (sehen aus wie eine Glühbirne, lassen sich mit einer Schnur anstellen und werden auf der Buch Berlin voraussichtlich an unserem Stand als Deko genutzt werden, falls ihr neugierig seid 😉 ). Meine Gäste haben sogar hier geschlafen! Eine Sandwichtorte gab es übrigens auch, auch wenn ich mich dieses Mal nicht drei Tage damit beschäftigen konnte, da Dschiises sie förmlich eingeatmet hat :’D Sie reichte immerhin am nächsten Tag für das Frühstück auf dem Balkon.

Mein Kranz zum 30. Geburtstag (Danke, meine Liebe!)

Das Geschenk: Vielleicht mache ich euch noch ein Foto davon, aber ich habe von meinen drei Bambuschaoten einfach mal so ein Scrapbook zu Fey bekommen. Darin sind Zitate aus Rezensionen, Checklisten, was ich schon erreicht habe, Liebesbriefe an das Buch, Stories vom Instagram-Account und einfach die geilste Überraschung ever. Fotos von der Lächelmagierin, als sie Fey gelesen hat (und sie am Ende weinen musste <- ich hatte nie ein schöneres Foto ^-^) und die Offenbarung, dass sie die Rezension dort oben als Lieblingsbuchhändlerin geschrieben hat. Und wer jetzt ankommt, dass das dann ja keine ehrliche Meinung sein kann: Ihr tut mir echt leid, wenn ihr keine ehrlichen Freunde habt :/ Aber vermiest nicht mir die Sache! Meine Freunde kann ich einschätzen, auf jeden Fall besser, als ihr das machen könnt.
So oder so ist das wohl ein weiteres Fey-Achievement, oder?

  • Weinende Freundin
  • Fotos von Taschentüchern und Tränen (als Freundin tut es mir leid, als Autor bin ich verzückt)*
  • Lieblingsbuchhändler-Meinung zu meinem Debüt!
  • Einen zweiten Leserbrief erhalten
  • Ein fucking geiles Scrapbook, das ich schon 5-6 Mal durchgeblättert habe (nicht übertrieben)

Tatsächlich bin ich danach zwei Tage weinend (vor Glück) durch die Wohnung gelaufen, deswegen kommt der Bericht auch jetzt erst.

Was mein Leben betrifft, habe ich wohl folgende Achievements:

  • Endlich richtige Freunde, bei denen ich ich selbst sein kann und darf und muss und bei denen ich mich wohlfühle.
  • Eine weinende Leserin und die Beweisfotos
  • Eine fucking Überraschungsfeier! HELL YES!

*Die Lächelmagierin ließ mich wissen, dass sie es wirklich toll findet, dass ich mich darüber freue, deswegen hatte sie die Fotos aufgenommen und ins Buch geklebt.

21. Interview mit der Lektorin von Fey und Lesung


Ja, es ist immer noch still um mich. Zumindest auf den ganzen Websites. Tatsächlich haben Roberta und ich den Blog ein wenig zurückgeschraubt, weil wir einfach mehr Autoren als Blogger sind und der Blog ansonsten unsere gesamte Zeit gefressen hat. Wir haben immer noch Spaß daran und werden den Blog nicht aufgeben, aber es hat sich auch einfach nicht wirklich gelohnt, so viel Zeit zu investieren.
Natürlich bleibt da auch leider das hier alles auf der Strecke. Ich gebe mir wirklich Mühe, aber na ja … Was ich euch auf jeden Fall erzählen kann, ist, dass es am Mittwoch, den 20. Oktober 2021, eine Lesung zu Fey geben wird. Weitere Informationen hierzu folgen noch!

Warum gibt es eine Lesung? Weil Fey bald Geburtstag feiert. Am 26. Oktober ist es soweit und die kleine Fey kann euch seit einem Jahr begeistern. Der zweite Teil ist übrigens schon mitten im Lektorat und kommt bald zu den Testlesern (also die Lektorin hat auf jeden Fall schon mal Spaß und das beruhigt mich sehr). Apropos Lektorin: Für die lüfte ich heute mal den Vorhang, denn Roberta hat anlässlich des Geburstages ein Interview ausgefüllt. Spannend? Finde ich auch. Dann viel Spaß.


Interview mit der Lektorin von Fey – „Mehr Rion!“

Frage 1: Du warst zwar nicht die allererste Person, die Fey gelesen hat, wohl aber die Erste, die die Neuauflage kannte. Du hast, ohne allzu viel vom Original zu kennen, diesen Prozess verfolgt. Wie war das alles für dich? Vor allem hast du dementsprechend zwar studiert, es war ja aber dein erstes Lektorat.

Da es mein erstes und bisher (abgesehen von den Anfängen von Band 2, während ich die Fragen beantworte) ja auch einziges Lektorat war, muss ich zugeben, dass ich es sehr schwierig fand. Es hat schon Spaß gemacht, aber ich habe mir auch die ganze Zeit den Kopf darüber zerbrochen, ob ich das überhaupt ordentlich mache. Da steckt so viel Verantwortung hinter, gerade auch bei einem Debütroman, finde ich.
Im Studium Literatur als Hauptschwerpunkt und verschiedene Schreibkurse gehabt zu haben, hat da natürlich geholfen. Auch, sich ein bisschen kompetenter zu fühlen, als das ansonsten bei mir vielleicht der Fall gewesen wäre. Ich habe im Studium und auch außerhalb mit Kommilitonen viel über Texte gesprochen. Es dann aber im Lektorat umzusetzen, ist, glaube ich, noch einmal etwas ganz anderes. Ich hoffe einfach seitdem, dass ich das einigermaßen hinbekommen habe.

Frage 2: Die Autorin, also ich, liebe Leser, hat mit Fey nicht nur zum ersten Mal den Weg der Veröffentlichung auf diese Weise bestritten, sie hat mit dem Werk auch ihre Depression verarbeitet. Da kam es, gerade bei der Korrektur, oft zu Angstanfällen und Sorgesausbrüchen. Denkst du, und wenn ja, inwieweit, hat dies das Lektorat für dich beeinflusst? Also, du sagtest ja selbst schon, dass es dennoch ein ehrliches Lektorat gewesen sei.

Ich denke schon, dass das alles mein Lektorat beeinflusst hat. Ja, es war ein ehrliches Lektorat und nicht angemerkte Dinge liegen eher an meiner Unerfahrenheit zu diesem Zeitpunkt, aber man achtet natürlich auch noch mehr darauf, wie man seine Anmerkungen ausdrückt. Ich war noch sehr unsicher, was so ein Lektorat angeht, und glaube, dass ich das bei »Jeremiah« schon professioneller mache.

Frage 3: Wer und warum ist dein Lieblingsprotagonist? Hat sich dies im Laufe der Zeit geändert? Warum?

Bei dem bisschen, das ich von der ursprünglichen Fassung kannte, war Jeremiah mein Liebling. Ich könnte jetzt gar nicht mehr genau sagen, warum. Das ist so lange her.
Inzwischen ist es Fey. Ich mag sie einfach total gerne. Schon am Anfang, weil ich sie mit ihrer Geschichte sehr interessant finde, aber auch weil sie so niedlich ist. Im Blick auf das ganze Buch kommt noch ein wichtiger Punkt dazu: Sie macht die größte und beeindruckendste Charakterentwicklung der drei Protagonisten durch.

Frage 4: „Mehr Rion!“, das steht ja bereits in der Überschrift. Aber welcher Nebencharakter, außer Rion!, war dein Favorit und warum?

Mehr Rion! Immer! Wen ich von den Nebencharakteren ansonsten am liebsten mag? Ich glaube, Trude. Zum einen finde ich ihren Namen großartig und zum anderen ist sie so eine schrullige alte Dame, die aber einiges auf dem Kasten hat.

Frage 5: Was hat es mit deiner Rion-Obsession auf sich?

So viel Rion in diesem Interview. Das finde ich gut! Nein, ehrlich, Rion trifft einfach genau meinen Geschmack an Nebencharakter. Davon ab, dass ich weiß, nach welchen Personen und Figuren er modelliert ist und ich diese alle schon sehr liebe. Rion ist einfach super sympathisch und bringt gegen Ende noch einmal ganz frischen Wind rein.

Frage 6: Was denkst du über Liaz?

Bei Liaz kann ich mich nie entscheiden, was ich von ihr halten soll. Ich kenne ja ein bisschen ihre Hintergründe und ich weiß nicht, ob das die Entscheidung schwieriger oder einfacher macht. Man weiß offiziell ja noch nicht so viel über sie, aber ich denke, ein wenig kann ich Liaz verstehen. Es gibt da allerdings eine Szene in »Fey«, die ich ihr nicht ganz verzeihen kann.

Frage 7: Vor dem Lektorat kanntest du ja nur erzählte Bruchstücke vom Buch. War es spannend, zu sehen, wie dann alles zusammengehörte?

Das war auf jeden Fall spannend, wenn auch manchmal ein wenig verwirrend, weil einiges natürlich plötzlich ganz anders war.

Frage 8: Mal ehrlich, was hättest du noch geändert?

Ich weiß nicht, ob es etwas gibt, das ich noch geändert hätte.

Frage 9: Du liest ja nun Band 2, und kennst dieses Mal so gut wie gar nichts von der Geschichte, was ist dir beim Lektorat lieber? Und was wünschst du dir für Band 2 und 3?

Mir ist es auf jeden Fall lieber, vorher noch gar nichts zu kennen. Dann lässt man sich nicht so leicht von dem ablenken, was da noch kommen wird, sondern kann besser beurteilen, ob es für den Leser jetzt an dieser Stelle vielleicht gerade verwirrend ist. Ob er mehr oder weniger Informationen braucht und all so etwas.
Was ich mir von Band 2 und 3 wünsche? Das kann ich jetzt nicht sagen, ohne zu spoilern. Außer: MEHR RION!

Frage 10: Möglichst spoilerfrei: Du und das Ende von Fey … Wie fandest du es?

Das Ende von »Fey« … Ich hätte es mir beim ersten Lesen vielleicht ein bisschen anders gewünscht, wir haben uns ja darüber unterhalten. Aber im Grunde liebe ich es. Ich kann leider nicht viel dazu sagen, ohne zu spoilern, weil … Lest es selbst, dann kann ich etwas dazu sagen! 😀

Frage 11: Was möchtest du abschließend sagen?

Ich fühle mich sehr geehrt, das Lektorat von »Fey« gemacht haben zu dürfen – ebenso wie natürlich auch das Lektorat von »Jeremiah«. Das mir im Übrigen noch etwas mehr Spaß macht als das Erste. Nicht weil ich »Fey« nicht lieben würde, sondern einfach weil ich mehr Erfahrung habe. Dank »Fey« und der Arbeit am gemeinsamen Buch »Die Fehde der Gezeiten«. Band 3 macht dann vermutlich noch mehr Spaß.


Danke für diese Worte, Roberta!
Für mich war es eine Ehre, dass du dich Fey so angenommen hast und ein wirklich tolles Buch aus meinem Manuskript gezaubert hast. Auf mehr als eine Weise.

20. Warum bin ich zurzeit so still?


Bevor ihr diesen Beitrag lest, möchte ich euch sagen, dass ich hiermit mein Herz ausschütte.
Es ist kein „Jammer Post“, sondern eine Erklärung. Ich werde auch nicht alles preisgeben, da vieles davon nichts in der Öffentlichkeit zu suchen hat. Aber: Es wird Inhaltswarnungen geben. Lest sie bitte durch, denn ich möchte keinen von euch bei irgendetwas triggern.

Inhaltswarnungen:

  • Depression
  • Erwähnung von Selbstmordgedanken bei Familienmitgliedern
  • Psyschiche Behandlung
  • Geldsorgen
  • Angstzustände
  • Klimakatastrophe
  • Zukunft
  • Physische Schmerzen
  • Panikattacken

Wer meinen High-Fantasy-Roman „Erbe des Dolches 01 – Fey“ gelesen oder sich zumindest damit auseinandergesetzt hat, wird manche der obenstehenden Triggerwarnungen wohl bereits bei mir gefunden haben. Das Buch ist, und das ist kein Geheimnis, eine Verarbeitung meiner eigenen Depression und meiner eigenen Erlebnisse. Ja, nicht alles stimmt überein, denn auch bei Fey habe ich mir künstlerische Freiheiten herausgenommen.
Aber in jeder Zeile steckt wohl meine eigene Angst. Und dennoch auch Stolz. Stolz, dass ich dieses Buch geschrieben habe. Stolz darauf, dass Leser es mögen, und auch Stolz darauf, dass ich offen mit meinen Krankheiten (ja, mehrere) umgehe. Wie viel Hass und Wut habe ich deswegen schon erfahren? Wie viele meiner Mobber meinten, ich tyrannisiere, ich beherrsche, ich schwänze, ich lüge. Und ich weiß genau, wenn sie mein Buch, meine Website, diesen Beitrag finden, dann werden sie erneut auf mich einhacken. Sie werden sich darüber amüsieren, dass ich noch immer eine Lügnerin und eine Heulsuse bin. Ich war beim letzten Klassentreffen noch immer das beliebteste Gespräch, obwohl nicht einmal selbst anwesend. Einsicht? Nein. Meine Existenz ignorieren? Nein. Das können solche Leute nicht. Sie können nicht den Fehler eingestehen, dass sie mein Leben beschwert haben. Was ist mein Leben?

In meinem Leben ist sehr viel auseinandergebrochen. Meine Eltern sind liebevolle Menschen, die immer alles, was sie konnten, gegeben haben, um mich glücklich zu machen. Auch heute weiß ich, egal was passiert, ich kann sie anrufen und sie sind sofort für mich zur Stelle.
Aber dennoch gab es viel, das in meinem Leben zerrissen ist, und wenn ich anderen auch nur ansatzweise erkläre, was das war, dann bekomme ich oft wieder einen von beiden Stempeln: Lügnerin! oder „Wow, dass sowas möglich ist! Die Eltern hätten sich mehr Mühe geben müssen!“. Mehr Mühe? Sie hatten beide nichts. Von Nichts haben sie mir noch eine ganze Menge ermöglicht und gegeben. Rückhalt und Liebe. Verständnis und Respekt, egal wer ich bin. Was ich machen will. Meine Schwester ist Ärztin, aber das hieß für die beiden nie, dass ich diesen oder einen ähnlichen Weg ebenfalls einschlagen muss. Sie haben Geld aufgebracht, damit ich ins Kino gehen oder ein Hobby ausleben konnte. Wie hätten sie sich mehr Mühe geben sollen?
Ja, sie haben Fehler gemacht. Sie sind Menschen und Menschen machen Fehler. Welche das sind, das möchte ich im Internet nicht anprangern und wegen all dem, was ich erlebt habe, bin ich auch in Behandlung. Ich habe Depression. Angststörungen. Panikattacken. Ich bin oft hochsensibel. Ich habe psychosomatische Schmerzen. Auf diese Dinge möchte ich eingehen. Warum? Weil ich offen mit der Person umgehen will, die ich bin. Weil mir das hilft und weil ich oft auch schon andere getroffen habe, die sagten, dass es ihnen half, wenn ich offen rede.

Die Depression nimmt mir sehr oft meine Kraft. Manchmal ist es zu anstrengend, sich auf etwas zu konzentrieren. Weiterzugehen. Wegen der Warnung oben: Nein, ich bin nicht selbstmordgefährdet. Ich denke nicht darüber nach, meinem Leben ein Ende zu bereiten und ich bin, wie immer, gewillt zu kämpfen. Aber oft ist es anstrengend, auch nur fünf Minuten in die Zukunft zu sehen. Ich fühle mich klein. Und hässlich. Die Mobber haben mich meinen Körper hassen lassen und ich finde keinen Weg, ihn zu akzeptieren.

Angststörungen: Wenn mich jemand fragt, wie ich eine Biografie von mir nennen würde, habe ich immer das Wort „Angst“ im Kopf. Ich habe jeden Tag Angst. Angst vor der Zukunft, Angst davor, Fehler zu machen. Angst vor dem nächsten Schritt. Ich habe Angst davor, mit dem Bus zu fahren (früher auch mit dem Zug, aber die Angst habe ich in Euphorie umgewandelt). Die Angst schränkt mich ein, jeden Tag. Wie oft stoße ich auf alltägliche Situationen und fürchte mich? Manchmal, wenn ich allein in der Wohnung bin, habe ich Angst, die Wohnung zu verlassen. Nicht, weil mir draußen etwas passieren könnte. Aber Einkaufen oder nur den Müll runterzubringen, wirkt so anstrengend. Was, wenn ich den Schlüssel verliere? Ich nehme also mein Handy mit. Immer. Auch wenn ich nur den Müll runterbringe. Ich könnte mich ausschließen und dann? Jedes Mal, wenn ich runtergehe, sind da die Gedanken. Manchmal gehe ich bewusst ohne Handy runter. Und dann? Wie kann ich einen Schlüsseldienst anrufen, wenn ich kein Handy habe? Nachbarn? Robertas Vater? Um nur eine der vielen Thematiken anzuschneiden.
Die Angststörungen zeichnen sich auch noch auf anderer Ebene nieder. Ganz groß: Die Zukunft. Klimawandel ist ganz vorne mit dabei. Ich wollte immer Kinder haben. Aber so? Ich möchte nicht dursten, hungern, Kriege sehen. Ich möchte nicht, dass meine wahre Heimat (Ostfriesland) untergeht. Ich will keine Welt sehen, deren Zivilisation zusammenbricht und aus Freunde werden Feinde. Aber: ich mache mir immer Gedanken. Ich sehe eine schöne Frau und will so sein wie sie. Ich freue mich auf die Zukunft. Aber wird es die geben? Wird es diesen Ort im Fernsehen noch geben, wenn du ihn mal besuchen willst?
Ich spiele Red Dead und wir sind in den Schneebergen und ich könnte heulen. Schneeberge. Aber der Klimawandel. Nichts davon ist mehr sicher. Ich versuche, zu vergessen. Damit ich die Stärke entwickeln kann, dagegen zu kämpfen. Ich will nicht auf alles verzichten, aber kaum gehe ich ins Internet, kommen jene, die jetzt schon kämpfen. Eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Und wisst ihr, welche mich am meisten fertig machen? Die, die als Scherz verpackt sind. Es ist nicht lustig. Hilfreich übrigens auch nicht. Die, die an den Klimawandel „glauben“, die machen das eh. Jene, die die Augen davor verschließen, die werdet ihr so nicht umstimmen. Was passiert? Viele wie ich verlieren Mut und Kraft. Wir lassen uns treiben und finden keine Stärke, um mitzuhelfen. Einige verlieren den kompletten Lebensmut. Und dann posten diese Leute gerne noch die Hotline bei Selbstmordgedanken. Das klingt sehr harsch. Ich will hier keinen ausbuhen. Wir sind alle Menschen. Aber als Betroffene, die so darauf reagiert und auch andere kennt, möchte ich euch auch diese Seite zeigen.
Die Panikattacken sind dann ein Begleiter dieser Sachen. Sie müssen nicht immer durch Unruhe kommen. Oft werde ich auch nur ganz still und denke nach. Verliere mich in einer Spirale aus Angst und Gedanken. Bis sie sich irgendwann selbst entzünden und ein Feuerwerk hochgeht, bei dem ich mich nicht mehr unter Kontrolle habe. Auf einmal scheint jeder und alles mein Feind zu sein.

Hochsensibel:
Auch auf dieses Thema will ich (KURZ) eingehen. Ich habe grundweg das Gefühl, alles falsch zu machen. Ich will den Mund nicht aufmachen. Schieben wir das alles aber mal zur Seite: Stellt euch vor, ihr schreibt, seit ihr 15 wart, Bücher. Es ist das, was euch am meisten glücklich macht. Ihr seid starke Legasthenikerin, die sich zwar auf Abi-Niveau auf Note 1 hochgearbeitet hat, aber ganz weg wird diese Krankheit nie gehen. Ihr seid unsicher, habt eure Gefühle nicht im Griff, aber ihr wollt dieses Buch veröffentlichen. Bücher veröffentlichen ist euer Traum. Ihr macht das, ihr bekommt sogar positive Rückmeldung.
Und dann? Schreibt euch jemand, der das Buch kostenfrei bekommen hat, eine PN. „Hey, ganz nett, aber ich schreibe schon seit 5 Jahren und schon am Anfang ist mir viel aufgefallen. Ich kann dir helfen.“ Ich persönlich finde das sehr gemein und arrogant noch dazu. KEIN Buch ist perfekt und ob Kritik jetzt beherzigt werden sollte oder nicht mal zur Seite geschoben: Macht das bitte nicht. Ich traue mich nicht mehr, in mein eigenes Buch reinzuschauen. Ich bekomme Tränen in den Augen, wenn ich an Fey denke. OBWOHL das Buch so ist, wie ich es haben will. Obwohl ich weiß, dass es Kritik geben wird und ich bereit bin, anhand solcher zu lernen (Darum geht es halt nicht. Es geht nicht um die Kritik an sich). Deswegen hadere ich so lang mit dem zweiten Band. Ich hasse alles daran. Und nein, ich „kann das nicht einfach neu schreiben“. Leute, solche Sätze sind genauso dreist. Ich bin kein Freund davon, wenn mir jemand sagt, wie ich etwas zu machen habe. Vor allem, wenn es das Offensichtlichste ist. Ich habe mir quasi alles im Leben selbst erarbeitet. Ich bin diejenige, die für die meisten Menschen in meinem Leben mitdenkt. Das meine ich nicht arrogant. Aber es gibt immer den, auf den sich alle verlassen.
Stil ist unterschiedlich. Empfindungen sind unterschiedlich. Niemand hat das recht, mir meinen Roman kaputt zu machen (und das ist hiermit passiert). Schreibt bitte nicht ungefragt solche Sachen. Ich brauche keinen Retter und ich will mich dann mit der Kritik auseinandersetzen, wenn ich mich bereit fühle. Da muss ich vorher immer erst in mich gehen. Ich weiß auch, dass ich da sehr empfindlich bin. Ihr wisst nie, wen ihr auf der anderen Seite der Nachricht habt, bis ihr die Person gut kennt.

Die Schmerzen: Man hört es oft. Menschen mit psychischen Erkrankungen leiden auch körperlich. Oft auch unter Schmerzen. So habe ich es, seit ich 11 Jahre alt war. Seit das Mobbing anfing. Hohe Fehlzeiten waren mit eine Folge. Eine Spirale aus Mobbing, auch von vielen Lehrern. Ich musste mir die Schulsachen selbst beibringen (Nachhilfelehrer waren meistens sehr vorwurfsvoll und wenig verständnisvoll).
Bei mir sind es viele Arten von Schmerzen (ich habe fast nie einen Tag ohne). Aber vor allem sind es die Bauchschmerzen. So heftig, dass ich kaum atmen kann. Ich bin 29 und leide immer noch darunter. Oft wache ich in der Nacht auf und habe Schmerzen. Das bedeutet für mich: Immer Schmerzmittel und eine Wärmflasche greifbar haben. Das Handy sollte abends aufgeladen sein, damit ich mich in der Nacht ablenken kann.
Die Schmerzen heißen aber auch noch mehr für mich. Sie bedeuten, dass ich kein normales Leben führen kann. Sie wurden zwischenzeitlich schon einmal besser. Mit Corona und Klimawandel hat es wieder einen Rückschritt gemacht, aber es war auch schon einmal so schlimm, dass ich das Haus nicht mehr verlassen habe. Ins Kino gehen? Freunde besuchen? Bus fahren? Das sind normale Dinge, aber für mich immer ein Hindernis. Sie kommen mit Panik und Vorwürfen. Mit Tränen und inneren Schreien.
Ich bin zurzeit nicht ausbildungsfähig (ärztliches Urteil von mehreren Instanzen). Es hat lange gedauert, bis ich das akzeptieren konnte, aber so langsam geht es. Erst gesund werden, dann eine Ausbildung beginnen. Umso mehr Arbeit lege ich in das Bambusblatt hinein.
Manchmal sind es auch die ganz normalen Tage, an denen sie plötzlich da sind. Am Wochenende zum Beispiel. Während Roberta das Essen gemacht hat, habe ich die Wäsche aufgehangen. Auf einmal waren sie mal wieder da. Heftig. Plötzlich war wieder der gesamte Abend in der Planung umgeworfen. Etwas Essen und dabei Black Sails rewatchen … Nein. Die Schmerzen haben alles kaputt gemacht. Damit kommt die Scham. Ich bin an allem schuld. Roberta hatte sich gefreut und wegen mir ist wieder alles zerstört.
Ich bringe dafür am wenigsten Verständnis auf. Ich sollte, ich weiß. Aber wer schon einmal in dieser Situation steckte, der weiß, wie schwer das ist. Damit wird es aber immer schlimmer. Ein Kreislauf.

Trotz all dieser Sachen versuche ich, nach vorne zu sehen. Ich kann nicht richtig schlafen (Schlafen ist für mich, als natürlicher, halber luzider Träumer mit vielen Problemen, der Feind). Ich kann nicht zur Ruhe kommen.
Zurzeit ist es aber so, dass ich wieder starke Geldsorgen habe (zum Beispiel geht mein Laptop kaputt und ich habe keine Möglichkeit, einen neuen anzusparen).
Nun lassen sich meine Eltern auch noch scheiden, direkt nachdem mein Vater den Darmkrebs besiegt hat. Er hat uns jetzt offenbart, dass er mit Selbstmordgedanken spielt. Vor einigen Tagen ist er nach einem Ereignis verschwunden. Er rief meine Mutter zwar an, wollte ihr aber nicht sagen, wo er sich aufhielt. Sie rief die Polizei und ich bin tausend Tode gestorben, bis sie ihn ins Krankenhaus gebracht haben.
Ich möchte auch nicht weiter darüber reden jetzt. Aber das sind alles die Gründe, warum ich keine Kraft habe, viel online zu sein. Warum ich kaum mehr antworte, außer ich habe eine gute Zeit gerade. Warum ich vor Wut immer platzen möchte, selbst wenn es nur kleine Dinge sind, die mich vielleicht nicht einmal etwas angehen. Warum ich keine Briefe mehr zurück schreibe und PNs ignoriere.
Ich habe keine Kraft. Ja, Social Media Pause. Das bringt nur nicht viel und es fühlt sich auch an wie ein weiterer Rückschritt. Wieder etwas, auf das ich verzichten muss, obwohl ich nicht will. Mit allem bin ich ohnehin schon kraftlos. Ich kann mich nicht noch weiter einschränken.

Ihr sollt/müsst euch nicht für mich verändern. Das war nie das, was ich damit sagen wollte. Ich will keine Sonderbehandlung und auch kein Mitleid. Das alles wollte ich nie. Aber ich will nicht verbergen, wer und was ich bin. Außerdem möchte ich jenen, die warten, eine Antwort geben, warum ich nicht mehr antworte. Ich brauche Zeit. Und Kraft. Mir ist vieles gerade zu anstrengend. Nicht wegen euch, sondern wegen mir.

Meine liebe Twitter-Bubble: Ich hab euch dennoch sehr lieb!

19. Neuigkeiten zu Jeremiah!

Ein kleiner erster Einblick. Die große andere Karte ist noch nicht ganz fertig und auch so noch nicht für das öffentliche Auge bestimmt ; )
Es ist nur eine kleine Karte und auch nur ein kleiner Ort im Buch, aber ich wollte es euch nicht vorenthalten.


Ein Dorf in den Flüssigen Dünen. Erstellt mit Inkarnate, Überheberrecht bei mir.


Ich hatte euch heute ja eine kleine Neuigkeit versprochen und da ich bemüht bin, montags wieder meinen Blogtag zu machen, habe ich eben bis heute gewartet. Der heutige Eintrag wird nur kurz, aber ich wollte euch voller Freude darüber informieren, dass der zweite Band der „Erbe des Dolches“ Trilogie vor einigen Tagen endlich fertig geschrieben worden ist!


Ich hatte eigentlich 120k Wörter angedacht – Fey hat 150k – aber da die Figuren mir oft einen Strich durch die Rechnung gemacht haben, sind wir jetzt bei etwas über 100k. Mal sehen, wie sehr das noch etwas wird, denn meine Bücher werden normalerweise beim Überarbeiten länger.
Allgemein bin ich zwar nicht sehr glücklich mit dieser Sache, aber es ist mir lieber, es so zu handhaben, als das Werk nun langzuziehen. Ein gutes Buch macht sich schließlich nicht durch die Länge, sondern durch das Tempo aus. Und gerade, nachdem ich gerade erst den zweiten und letzten Teil einer Reise gelesen habe, bei dem für mich das Tempo so gar nicht gestimmt hat, fühle ich mich bestärkt in dieser Sache. Das Ego und vor allem mein Sturkopf müssen diese Sache natürlich dennoch erst einmal schlucken lernen.


Wie geht es nun weiter?
Nun, ich lasse das Manuskript erst einmal noch liegen. Wie immer. Währenddessen bin ich mit meiner Mitautorin bei unserem gemeinsamen Buch beschäftigt. Ja, das zieht sich alles schon gewaltig, aber wie immer hat sich das Jahr sehr überschlagen und wir brauchen lieber länger, als halbherzige Qualität abzuliefern. Wer einen Wettbewerb daraus macht, wie viele Bücher er im Jahr veröffentlichen kann, hat meiner Meinung nach das Wort Qualität mit Quantität verwechselt. Das heißt nicht, dass ich alle verurteile, die viel veröffentlichen, aber es lässt mich stutzig werden. Und wir können uns nicht alle Leute leisten, die man für eine hohe Veröffentlichungsrate im Jahr braucht.


Wenn wir dann das gemeinsame Buch durch haben, gehe ich mit „Jeremiah“ in die Überarbeitung und ins Lektorat. Mein Plan sieht es immer noch vor, dass der zweite Band noch dieses Jahr erscheint. Das Cover hat auch schon sehr gute Fortschritte gemacht und gefällt mir bisher sehr gut. Ein wenig Respekt vor dem Klappentext habe ich ja dieses Mal schon, da ich es nicht mag, wenn der Klappentext des Folgebandes spoilert (wie oft hat man das falsche Buch in der Buchhandlung in der Hand und hat sich dann erst einmal gespoilert, weil es nicht gleich ersichtlich ist, welcher Teil es ist?). Und ja, ich kann dick und fett drüber schreiben, dass es der Zweite ist, aber ich mag es dennoch nicht.


Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden und freue mich auf den nächsten Beitrag. Bis dahin: Nie euer Lächeln verlieren = )

18. Gewinnspiel!


(Copyright Foto: Das Bambusblatt)

Ja, ich melde mich zurück! Zurzeit komme ich mit vielen Dingen zwar voran, aber alles andere als gut (wobei ich euch am Montag eine gute Nachricht zu verkünden habe!). Das liegt allem voran an sehr viel persönlichem Stress und die typische seelische Müdigkeit.
Eigentlich müsste ich gerade so vielen Menschen noch antworten, aber solange es kein innerer Kreis oder wichtig ist, finde ich gerade einfach keine Kraft dazu.
Dennoch habe ich mal wieder Lust auf ein Gewinnspiel gehabt. Die Buchmessen sind natürlich leider immer noch nicht wieder aus dem Coronaloch zurück (das einzig Vernünftige), aber trotzdem möchte ich anlässlich zu der Leipziger Version gerne einen weiteren Menschen zu den Feylesern dazugewinnen. Darum das Gewinnspiel!


Bevor gemotzt wird: Alles, was auf dem Zettel steht, bringe ich natürlich auch noch im Beitrag hier zu euch. Ich weiß, dass es nicht so gut zu lesen ist, es sollte auch eher Deko sein ; )
Also, gewinnen kann eine Person. Ich verlose ein kleines Fey-Paket. Wirklich nur ein Kleines, aber bis auf das (selbstredend signierte) Exemplar von Fey ist der Inhalt eine Überraschung.

Wer mitmachen möchte, beantwortet mir die unten stehende Frage unter dem Original meines Twitterkommentars (oder dort per PN) oder unter dem Original des Facebookbeitrags. Andere Kommentare kann ich leider nicht zählen lassen, da ich ansonsten die Übersicht verliere.


  • Twitter und Facebook haben NICHTS mit dem Gewinnspiel zu tun
  • Die Daten werden nur zur Gewinnerbestimmung, Gewinnerverkündung und zur Gewinnübergabe genutzt und danach gelöscht
  • Kein Rechtsanspruch auf den Gewinn
  • Keine Barauszahlung des Gewinns
  • Sollte der Gewinner oder die Gewinnerin sich nicht innerhalb von 48 Stunden nach Verkündung des Gewinns bei mir gemeldet haben, nehme ich mir das Recht einer Neuverlosung raus
  • Teilnahmefrist ist am 31. Mai 2021 um 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit

Was bedeutet „Freiheit“ für dich?

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Erfolg! = )

17. Leserpost?!


(Copyright Foto: Das Bambusblatt)

Heute mal ein spontaner, kleiner Eintrag. Und das zufällig sogar am Montag.
Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen und hattet, trotz aller Umstände, noch schöne Weihnachten. Mein Fest war unglaublich schön, dafür, dass ich meine Eltern schrecklich vermisst habe.


Aber darum sollte es heute gar nicht gehen. Wie ihr seht, habe ich mal ausnahmsweise ein Bild mit angehangen und demnach kann ich euch etwas erzählen.
Ich war heute bei der Post, weil ich vor ein paar Tagen etwas bestellt hatte, das durch ein Missverständnis aber nicht hier, sondern in der Postfiliale angekommen ist. Die ist sehr klein und gut besucht und es herrscht Corona.
Und da ja jeder meint, gleichzeitig in die Post zu müssen, und viele gar nicht wirklich verstehen, was das Wort Abstand bedeutet, habe ich mich partout geweigert, vor dem zweiten Januar hinzugehen.
Am 2. stand da allerdings wieder eine riesige Schlange vor. Die halbe Hauptstraße hoch. Weil es vernünftig ist und weil die Filiale eh um die Ecke liegt, bin ich also wieder nach Hause gegangen und habe mir heute den Wecker gestellt, um früh da zu sein (es gab dennoch eine lange Schlange).
Ich wollte nur mein Päckchen abholen, aber auf einmal meinte die freundliche Mitarbeiterin, dass es sich ja um zwei Waren handeln würde. Zwei? Ich wusste nur von dem Päckchen.
Völlig irritiert, was denn das Zweite (ein Paket) sein könnte, musste ich warten, weil sie es noch suchen mussten.
Ein Blick auf den Namen gab mir nur den Aufschluss, dass ich den schon einmal irgendwo gelesen habe (ich bin sehr schlecht mit Namen!).


Zuhause angekommen, scherzte ich Roberta gegenüber noch, dass es ja vielleicht Fanpost sein könnte, während ich gleichzeitig verzweifelt versuchte, mich zu erinnern. Hatte ich irgendetwas Wichtiges vergessen? Ich hatte 2020 doch nur beim privaten Wichteln mitgemacht, aber ich ging sogar so weit, kurzzeitig damit Panik zu bekommen (japs, ich bin da auf jeden Fall eine Leuchte manchmal, ich vergesse sowas nie, aber ich bekomme Angst, es vergessen zu haben).
Und dann packte ich aus.


Als Allererstes begrüßte mich ein Brief. Mit Wachssiegel und Feder. Mir tat es im Herzen weh, das Siegel zu brechen, aber ich wollte natürlich wissen, was darin steht und außerdem, was das für ein Paket war!
Ich habe ihn laut vorgelesen und Zeile für Zeile habe ich immer größere Tränchen in den Augen gehabt. Es war wirklich Leserpost! Und es waren so liebevolle Zeilen, dass ich immer noch glücklich schmunzeln muss, wenn ich nur daran denke. Zeilen, die das ganze Autorenleben erhellen können!

Dann ging es weiter. Ich hatte etwas zum Auspacken (es war ja ein Paket, kein Brief). Einen Trinkpokal aus Glas, auf dem mein Vogel prangt! Ein Duftbeutel, der nach Jasmin riecht und der ebenfalls meinen Vogel als Wappen trägt!
Süßigkeiten, liebevoll verpackt und gemischt. Und Apfelmus! Und als hätte das alles noch nicht gereicht, meine Karte, auf schönem Papier, und Einpackmaterial, das blauschwarz wie Rabenfedern war.

Ich bin absolut verliebt in dieses Paket (mein Highlight bleibt der Brief, gefolgt von dem Trinkpokal). Ich meine, wie genial ist das?
Ich habe NIE mit Leserpost gerechnet und selbst wenn, dann „nur“ (bitte verzeiht dieses Wort, es ist kein nur 😦 ) mit einem Brief. Aber ein ganzes Paket? Für mich? Und mein Buch?

Ich schwebe immer noch auf Wolke Sieben und hatte den halben Tag (weil es ja nicht erst Viertel vor zwei ist), ein schlechtes Gewissen, dass ich es erst so spät abgeholt habe. Ich meine, irgendwo muss das ja echt grausam sein, wenn man dem Autor ein Überraschungspaket schickt, aber es kommt kein Danke, keine Gewissheit, dass alles da ist, alles noch ganz ist.
Es tut mir so leid! Die Ware war zwar wichtig, aber nicht SO wichtig und von dem Paket wusste ich ja nichts 😦
Andererseits, vielleicht war es auch ein Glück, dass ich es heute geholt habe. Denn kurz darauf habe ich meine erste 3* Bewertung entdeckt. Leider hat jemand nicht so den Zugang zu Fey gefunden und das macht mich sehr traurig. Aber das Paket spielt da einen deutlichen Puffer und bewahrt mich gerade sehr vor Selbstzweifeln. Vielleicht trinke ich diese Selbstzweifel das nächste Mal einfach mit einem Schluck Eistee* oder Cola* aus meinem Trinkpokal! Denn ICH habe einen Trinkpokal mit Feys Wappen darauf 😀 ← das ist ein sehr tolles Gefühl.

(* Ich trinke keinerlei Alkohol 🙂 )


Ich wünsche euch allen eine schöne Woche! Ich habe euch lieb und fühlt euch, wenn ihr wollt, gerne gedrückt.

16. Fröhliche Weihnachten


Hey ihr Lieben,

heute möchte ich euch mal wieder einen Blogbeitrag zukommen lassen. Den Plan habe ich bereits länger schon im Auge, aber ich bin nie dazu gekommen (und hiermit werde ich euch auch ein paar Dinge wissen lassen, warum das so war).
Was bietet sich mehr an als Weihnachten, um sich mal wieder zu melden? Ich weiß, dieses Jahr ist für viele von uns alles anders. Ich bin zum ersten Mal nicht bei meinen Eltern und ich vergehe vor Heimweh. Vor allem, wenn ich daran denke, dass es für meine Eltern auch zum ersten Mal seit vielen Jahren ist, dass sie kein Kind zuhause haben. Dieser Gedanke tut weh, aber erstens will ich so oder so nichts riskieren (nicht meinen Eltern, aber auch nicht mir oder meinen Mitmenschen gegenüber) und zweitens hat mein Vater ja gerade erst eine schwere Krankheit hinter sich, wodurch er sehr anfällig ist.


Dennoch, so weit es möglich ist, habt bitte ein schönes Weihnachtsfest. Ich gebe mir heute auch Mühe und freue mich sehr auf das Zocken, die Filme, das Kochen und Essen und die Bescherung.
In der WG sind wir jetzt übrigens nicht mehr nur zwei Frauen und ein Kater, sondern zwei Frauen und zwei Kater. Das ist einer der Gründe, weswegen wir in letzter Zeit so gestresst waren. Abgesehen davon, dass der Laptop noch immer in der Wäsche ist und mit viel Glück heute wiederkommt. Der kleine Kater, der wirklich kleine Kater, hat erst mal einen Infekt eingeschleppt, gegen den er selbst zwar zum Glück immun ist, der sich aber erstmal auf den Großen ausgeweitet hat. Gerade auch noch im Dezember mussten wir dreimal zum Tierarzt. Aber alles ist nebensächlich, wenn es um den geliebten Haarball geht.


Ansonsten schien die Zeit einfach so schnell vorbei zu gehen. Es gab immer was zu tun, schöne Sachen und nicht so schöne Sachen und oft war es auch einfach nur stressig.
So kann ich euch leider nicht so zusammenstellen, was alles geschehen ist, wie ich es gehofft habe. Also erzähle ich euch einfach ein paar der schönen Dinge. Auf die sollte man sich ja eh mehr konzentrieren!


Wie gesagt, wir haben für Kater Arthur einen kleinen Bruder geholt. Kater Merlin. Beide werden übrigens englisch ausgesprochen.
Dann habe ich endlich einen Platz im Coaching bekommen, sodass ich endlich weiter an meinen Problemen arbeiten kann.
Außerdem gibt es viel zu erzählen bezüglich Fey:

  1. Die Bibliothek Hildesheim hat nun Fey aufgenommen und, wenn die Bibliothek mal wieder aufmacht, man kann es sich dort ausleihen!
  2. Heute ist Heiligabend und damit gibt es Minimum 2 Personen, die sich heute über ein unterschriebenes Exemplar von Fey (hoffentlich) freuen dürfen. Das Beste daran? Weder verschenke ich diese Exemplare, noch sind das Menschen, die ich kenne.
    Im Buchladen wurden alle Exemplare verkauft und bei zweien davon durfte ich loslaufen, sie unterschreiben und mich mit den Käufern unterhalten!
  3. Der zweite Band kommt ganz gut voran. Nicht so schnell wie erhofft, aber was ich fabriziert habe, gefällt mir bisher wirklich gut!
  4. Ich habe noch ein paar Pläne mit Fey, so werde ich zum Beispiel einen so genannten Waschzettel machen. Das bedeutet, eine kleine Übersichtsgrafik, damit ich die Leuten in die Hand drücken und sagen kann „Das ist mein Buch“.
  5. Ich habe schon einige Exemplare verkauft!
  6. Ich bekomme viele gute Stimmen zu Fey!
  7. Gerade läuft eine Leserunde zu Fey auf Lovelybooks. Sie läuft zwar anders als die, die ich bereits als Leserin kannte, aber einen neuen Feyfreund habe ich anscheinend gefunden. Dieser Leser hat Fey sehr schnell durchgelesen und sehr viel Gutes verlauten lassen.
    Eine andere Person scheint das Buch auch zu mögen. Viel mehr Feedback habe ich bisweilen noch nicht bekommen, aber ich bin gespannt.

Ich blicke dem Jahr 2021 vorsichtig optimistisch entgegen. Auf jeden Fall werde ich an diversen Veröffentlichungen arbeiten. Mit besonders freue ich mich, wenn es funktioniert, auf Jeremiah. Nachdem ich bereits einige gute Meinungen über Fey gehört habe.
Und ich wünsche euch einen schönen Tag.

15. Wanderbuch


Fey möchte auf Wanderung gehen!

Diese Idee bzw. diesen Wunsch hatte ich ja schon lange. Ein Wanderbuch und noch dazu mein eigenes Buch!
Fey bietet sich dabei besonders gut an, denn nicht nur ist es mein Debüt und es dreht sich um das Thema Freiheit, die Geschichte wird auch durch eine Heldenreise erzählt. Also, während Jeremiah, Yron und Fey auf Wanderung gehen, um ihr Ziel zu erreichen, würden sie sich auch gewiss freuen, wenn das Buch auf Wanderschaft gehen würde. Ich jedenfalls würde das unglaublich toll finden.
Die Idee habe ich auf Twitter sogar erwähnt. Nur blöd: Wie genau setzt man das um?
Ich wünschte mir, ich würde als Dankeschön eine Postkarte von jedem neuen Leser bekommen. Oder zumindest einen Statusbericht, wo es ist. Mir ist auch bewusst, dass Fey irgendwann bei irgendwem untergehen und im Regal vergessen wird. Das ist ein Schicksal, das ich erwarte, aber ich hoffe, dass bis dahin möglichst viele Menschen Fey gelesen und mir doch zumindest per Internet einen Gruß dagelassen haben. Vielleicht ja auch eine Bewertung auf den gängigen Plattformen oder gar eine Rezension! Nichts davon ist verpflichtend.
Jeder von uns kennt das Spiel stille Post. Ich kann also nur darauf hoffen, dass jeder den Brief, die Idee, das Buch und das Lesezeichen mitschicken wird. Gleichsam weiß ich, dass die Kette irgendwo unterbrochen wird.

Und dennoch, ich setze einfach mal meine Hoffnung darauf, dass alles wie geplant läuft. Deswegen hier mal meine Bedingungen:

  • Du möchtest mitmachen? Dann bewirb dich per Kommentar/DM auf Twitter oder per E-Mail (siehe Kontakt).
  • Du musst mir versprechen, Fey nach dem Lesen an jemanden zu schicken, bei dem du überzeugt bist, dass er/sie Fey ebenfalls zeitnah lesen und ebenfalls an so eine vertrauenswürdige Person schickt (danach ist es nicht mehr deine Verantwortung).
  • Schreib mir etwas zu Fey/ zum Aufenthalt meines Buches, sodass ich dazu etwas schreiben kann (du musst mir bitte mitteilen, welche Daten ich von dir verwenden darf).
  • Das Porto zu dir bezahle ich (nur mit deutscher Anschrift möglich, Adresse wird danach nicht weiter gespeichert und selbstredend nicht einfach weitergegeben). Für das Porto zu deiner Kontaktperson bist du zuständig. Jeder bezahlt das Porto für seine Kontaktperson! Demnach darf dann auch jeder entscheiden, ob Aus- oder Inland.
  • Achte möglichst darauf, dass Brief und Lesezeichen mitkommen.
  • Es würde mich freuen, wenn du auf Seiten wie Thalia, Lovelybooks und dergleichen eine Bewertung schreibst. Wenn du einen Blog hast und eine Rezi schreibst, lass es mich gerne wissen (so oder so, lass es mich gerne wissen).
  • Am besten erreicht man mich auf Twitter,
  • Der Hashtag zu Fey ist einfach #Fey. Benutz ihn gern 🙂
  • Auf Instagram kannst du mich auch gerne taggen, dort heiße ich: j.bestgen

Und mein Angebot:

  • Austausch mit mir.
  • Erwähnung in einem Bericht (du bestimmst mit!).
  • Mein Highfantasyroman, den du kostenfrei lesen kannst.
  • Mein unendlicher Dank.
  • Das Buch kostet 18€ 🙂
  • Ich weiß, sind nicht so viele Angebotspunkte, aber du würdest mir eine unglaubliche Freude machen!

Hast du Lust mitzumachen? Super! Schreib mir einfach nur Bescheid, woher du kommst und wieso du mitmachen willst. Und ganz wichtig: Ob du jemanden wie dich selbst hast 🙂 Wäre schade, wenn Fey nur zwei Haushalte weiterkommen würde.
Beachte aber bitte die Inhaltswarnungen, die für Fey gelten (zu finden unter „Die Welt von Fey“).
Bewerben kannst du dich bis zum 18. November 2020 bis um 20 Uhr.

14. Der Tag ist da!


Der Tag ist gekommen! Heute hat Fey offiziell Geburtstag!

Ihr Lieben!


Heute hat Fey endlich offiziell Geburtstag und heute möchte ich euch gerne noch ein wenig etwas zur Geschichte meines Debüts erzählen. Und zu mir.
Ich schreibe seit dreizehn Jahren kontinuierlich Bücher. Fey war dabei nicht mein erstes Buch, doch eines der Ersten. Damals noch sehr jugendlich gehalten, hatte ich das Ende zwar geplant, aber nie geschrieben.
Irgendwann musste ich Fey aber neu anfangen. Es fühlte sich richtig an, aber erneut kam es wieder in die Versenkung und mir fehlte die Motivation. Wozu, fragte ich mich, sollte ich auch Mühe reinstecken? Kurze Projekte mit Roberta zusammen erschienen als das Wahre, denn niemand las das andere Zeug.
So siechte Fey vergessen vor sich hin, bis ich einen Entschluss packte. Ironischerweise war es einmal mehr die Depression, die mich dazu brachte, meine Laune an den Hörnern zu packen und mit ihr zu rangeln. Ich wollte meinen Lebenstraum vom eigenen Buch endlich erfüllen.
Aber wie? Selbstverlag oder doch ein traditioneller Verlag? Was davon sollte ich anstreben? Beides besaß Vor- und Nachteile und schlussendlich, nach langer Recherche, entschloss ich mich dann doch von der einen auf die andere Sekunde. Wo vorher nur Zweifel waren, war mit einer Sekunde die Klarheit da. Selbstverlag, wie hatte ich etwas anderes erst einmal anstreben wollen? Sicher, die Zweifel kamen in dem ganzen Prozess hier und dort mal wieder und ich strebe langfristig auch eher die Existenz als Hybridautorin an, aber dennoch: Der Entschluss stand.
Und dann kam die eine Frage.


Manche von euch wissen, dass die unglaubliche Altmanns-Art mein Cover gemacht hat. Und dass es sich dabei um die Mutter von Roberta handelt. Und weil ich wusste, wie talentiert Altmanns-Art ist und weil ich mit all meinen Ängsten Probleme damit habe, den Mund aufzumachen und ich mich auf die Art sicherer fühlte, Änderungsvorschläge anzubringen (und, weil ich dieser Frau vertraut habe (zu recht)), fragte ich Roberta, die damals bei ihrer Mutter war: Würde deine Mutter mir ein Cover machen und wenn ja, wie viel würde mich das kosten?
Roberta hatte erst eine etwas verhaltene Antwort gegeben, die meinen Mut damals beinahe wieder zum erlischen gebracht hatte. Ihre Mutter ist eigentlich keine Coverdesignerin (das wusste ich ja) und demnach hörte ich nur ein „ich kann sie ja mal fragen …“.
Mein Mut hat sich aber gelohnt, denn meine Bitte wurde erhört und ich habe eines der schönsten Cover bekommen (mal ehrlich, ganz parteiisch finde ich, ist es DAS SCHÖNSTE COVER DER GANZEN WELT!!!), die ich jemals gesehen habe. Die Zusammenarbeit lief reibungslos, nachdem jeder sich an die Situation gewöhnt hatte.
Altmanns-Art lobte meinen Vorstellungsbogen für Fey und die Beispiele und Vorstellungen, die ich von Anfang an reingebracht hatte.
Sie selber steuerte wundervolle Ideen bei und man merkte ganz eindeutig, dass sie vierzig Jahre Berufserfahrung hat.
Aber auch Roberta hat hier und da etwas eingeworfen und zu dritt haben wir dieses Cover erstellt. Schlicht, aber schön. So wie ich es wollte. Außerdem kümmerte sich Frau Altmann auch noch um meinen Header und Lesezeichen, erbot noch weitere Dienstleistungen und kümmert sich liebe- und hingebungsvoll um unsere Bambusblattsachen. Auch da läuft es sehr geschmiert : -D und ich wünschte, ich könnte euch den ein oder anderen Entwurf schon zeigen!


Erwähnen muss und will ich auch erneut meine Familie. Vieles davon ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, aber ich habe noch keine Eltern gesehen, die so geduldig und liebevoll sind. Viele waren (sehr traurigerweise) neidisch auf meine Eltern.
Diese beiden haben jetzt nicht einmal, dank der Post, ihr Exemplar von Fey bekommen und das macht mich so unglaublich wütend!
Mama und Papa, ich liebe euch absolut und ich sage euch, was in eurem Exemplar stand, das ihr hoffentlich irgendwann doch in den Händen halten werdet: Ohne euch gebe es Fey nicht, also seid stolz auf euch, denn das könnt ihr sein. Ihr habt mich zu dem Menschen geformt, der ich bin, und ihr habt mit mir zusammen immer dagegen gekämpft, dass die Depression, die Schmerzen und die Angstzustände mich weiter einstampfen und ich verliere, wer ich bin. Fey gebührt auch euch. Ich liebe euch.

Auch meine Schwester möchte ich an dieser Stelle drücken. Ini, wir waren uns längst nicht immer einig und zwei Sturköpfe mit dreizehn Jahren Altersunterschied sind garantiert nicht nur für die Eltern eine Herausforderung. Aber du hast mich ebenfalls geformt und miterzogen und die meiste Zeit meines Lebens vermisse ich dich, weil du natürlich damals schon mit 18 in die Welt hinausgesprungen bist, um zu studieren und dir selbst ein Leben aufzubauen. Auch dich liebe ich! Dich und deine drei wundervollen Söhne.

Und einen besonderen Dank richte ich an meine Oma Bestgen, die das hier vermutlich niemals lesen wird. Danke Oma, dass du mir das Licht der Geschichten geschenkt und dass du an Fey und mich geglaubt hast!

Auch ein dickes Danke geht an meine beste Freundin raus, die mal nicht Roberta ist. Wir kennen uns jetzt seit dreizehn Jahren. Du warst es, die mir den Mut gegeben hat, trotz allem wieder zu schreiben. Du hast die erste Version von Fey damals Schritt für Schritt begleitet und du warst die Haupttestleserin! Danke! Was hat das Leben sich seit der ersten Version doch geändert. Fühl dich gedrückt, ich liebe dich!

Meine andere beste Freundin klatsche ich euch eh immer um die Ohren und auch jetzt nehme ich davon keinen Abstand. Denn ohne Roberta wäre viel nicht möglich gewesen.
Sie ist nach wie vor, und da kann man sagen, was man will, mein Schutzengel. Als die Schmerzen und die Angst überhandnahmen, hat sie mich wieder aus dem Haus gelockt.
Sie hat mir meinen Mut gegeben und kämpft mit mir zusammen, jetzt in der WG sogar Tag für Tag, gegen mich selbst (und wow bin ich anstrengend, ehrlich, diese Frau ist ein Engel!).
Sie hat Fey in seine Form gebracht, ihr Studium genutzt, um es zu lektorieren, und das Korrektorat hat sie auch übernommen. Und was wollte sie dafür haben? Nichts. Was hat sie dafür bekommen? Noch nicht alles, was ich ihr geben wollte, aber auf jeden Fall viel Liebe und einige Überraschungen. Und ach ja: Wenn die Pandemie endlich mal vorbei ist, dann gibt es noch eine WaffWaff (der Name ist ein Insider von uns) im Waffelhaus!

Erwähnen muss ich natürlich auch meine Lächelmagierin und Buchhändlerin. Eine wundervolle Frau oder, wie wir sie lieber nennen: Ein Flummi der guten Laune. Ein Flummi, der immer herum hüpft und versucht, gute Laune zu verbreiten. Oft gelingt es ihr. Danke dir auch, mein kleiner Wirbelsturm.


Und jetzt kommt die Geschichte, wieso Fey heute erscheinen sollte (und es meiner Meinung nach auch tut):

Heute ist der zweite Geburtstag meines Lieblingsgames – Red Dead Redemption 2 – und ich wollte und musste, dass Fey sich diesen Geburtstag teilen konnte. Warum? Viele zeigen dafür kein Verständnis und das kann ich gut nachvollziehen. Viele haben übrigens brav gewartet, dass der 26. kommt, andere haben leider erst später oder gar nicht verstanden, dass mir der Tag was bedeutet UND dass ich natürlich auch auf diesen Tag hier hingearbeitet habe. Dadurch, dass Fey jetzt am 05. rauskam, haben einige Pläne nicht funktioniert.
Aber wieso war es mir so wichtig, dass Spiel und Buch sich Geburtstag teilen?
Die Idee kam spontan an Silvester, als ich bei meinen Eltern saß (ja, da konnte man seine Eltern noch besuchen!). Red Dead bedeutet mir sehr viel. Ich verbinde mit Dingen wie Musik, Bücher, Serien, Games und Filmen immer eine Emotion. RD2 haben Roberta und ich sehr intensiv gespielt und ich verbinde es mit Emotionen wie: Glück / glücklich sein, Ausdauer, Geduld und damit, Erfahrung zu sammeln. Es war das erste (und bisher einzige) Spiel, das wir auf Platin gebracht haben. Nicht einfach nur, weil es „cool“ ist. Die Stimme von Arthur Morgan zum Beispiel beruhigt mich so sehr, dass Roberta mir zu Ostern das Hörbuch vom Sprecher gekauft hat.
Ich kann nicht einmal genau beschreiben, WIE glücklich RD2 mich macht. Ich merke, wann immer ich einen Panikanfall bekomme oder ich gestresst oder ängstlich bin, will ich das Spiel anmachen und einfach durch die Gegend reiten. Oder mich darüber unterhalten. Es ist wie ein Kanal, ähnlich dem Schreiben (nur vergesse ich mich beim Schreiben irgendwann selbst und das tut gut, aber bei RD2 mache ich das nicht). Es ist für mich aber auch eine Kraftquelle, weil wir es geschafft haben, das Game, aller Widrigkeiten zum Trotz, auf Platin zu bringen. Wir haben eine enorme Ausdauer dabei gelernt.
Danke also auch an RD2, auch, wenn das vielleicht bis auf mich niemand verstehen wird. Ich danke dir, dass du deinen Geburtstag mit meinem Debüt teilst und ich danke dir, dass du eine Zuflucht bist, wann immer ich nicht in meinen Gedanken stecken will und zu aufgebracht zum Schreiben bin.


So, an alle, die jetzt den ganzen Blogbeitrag gelesen haben: Wenn ihr noch mehr lesen wollt, Fey ist jetzt auch von meiner Seite aus bereit, in eure Heime einzuziehen und eure Köpfe zu entführen : -)

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